15. März 2013

Gelesen:

  • The Internet Will Be Just Fine Without Google Reader Nachdem gestern der Aufschrei groß war, angesichts der angekündigten Ausstellung des Google Readers Anfang Juli, wird heute darüber nachgedacht ob es an Ende nicht vielleicht ein Segen sein kann. Martin Weigert hast gestern auf Netzwertig schon in diese Richtung argumentiert.
    Persönlich mochte ich den Google Reader nie wirklich. So habe ich ihm sich bitte direkt benutzt. Viel zu unschön im Design, wie es für Google-Produkte üblich ist. Als ich RSS noch an Desktop und Notebook nutzte, war daher Bloglines Jahrgang mein Favorit. Jetzt, nachdem ich fast ausschließlich auf meinen mobilen Geräten lese habe ich den Google Reader als Container für meine Feeds verwendet, die ich mit Drittanbieter-Apps lese. Genau dieses Feature ist für mich auch ein wesentliches. Entweder als App oder mit gut gestalteten mobilen Interface muss ein RSS-Reader ausgestattet sein, der für mich in Frage kommt.
  • Warndorf: Aus für den Google Reader? Naja, untergegangen ist die Meldung bei Twitter nun eher nicht. Im Gegenteil. Jedenfalls in meiner Timeline.
    Die Petition: Gestern war ich auch nahe dran sie zu unterzeichnen, retweetet habe ich sie direkt. Vielleicht unterzeichne ich auch noch.
    Allerdings bin ich nach den Artikel auf Netzwertig etwas zögerlich geworden. Vielleicht bringt ja der Verlust des Google Readers wirklich einen Innovationsschub in Sachen RSS womit wir am Ende alle glücklicher sein können. Andererseits brauche ich bei RSS sich keinen Schnickschnack. Überreichliche Darstellung, gute Performance, mehr nicht. Auch die sozialen Features hatte ich nicht vermisst. Dafür gibt es Twitter und, mittlerweile sehr dezimiert, soziale Bookmarks auf Delicious.
  • Heise: Kommentar: Reader-Einstellung zerstört Vertrauen in Google
  • Google: Do what you want with Reader, but don’t kill CalDAV In der Tat: Noch wesentlich wichtiger als der Google Reader ist auch für mich mittlerweile der Google Kalender geworden. Ich nutze ihn als Terminkalender, aber auch um meine persönlichen todo-Listen und Erinnerungen zu verwalten. Angefangen habe ich damit, als ich mit mobilen Android-Geräten konfrontiert wurde. Die Synchronisierung über alle Geräte und über Lightning mit meinem Thunderbird-Kalender ist einfach praktisch. Darauf zu verzichten wäre ein echtes Problem.
    Ich habe zwar auch ein iPad, nutze es vor allem als eBook-Reader, aber die gesamte iOS-Umgebung kann für mich keineswegs mit Linux/Android mithalten. Nicht mein Fall. Vielleicht auch nur deswegen, da ich eben Zuhause eine Linux-Umgebung nutze und nicht auch Mac-Produkte. Dann wäre es was anderes.
    All das zeigt jedenfalls, auf Google ist kein Verlass. selbst auf dieses milliardenschwere Unternehmen, wo man denken könnte, die Dienste sind zuverlässig. Klar, Google ist kein altruistisches Unternehmen, dass uns ein schönes, komfortables Netz schenken will. Wer das glaubte, war schon immer etwas blauäugig. Evil, ist Google deswegen trotzdem nicht. Nur eben ein ganz normales, kapitalistisches Unternehmen. Aber eben ein mega erfolgreiches. Da könnte man annehmen, dass auch weniger gewinnträchtige Dienste mitgenommen werden, einfach um dem Nutzer, dem Produkt oder Rohstoff (je nach Betrachtungsweise), ein Gesamtpaket zu liefern. Doch auch bei Google ist zu erkennen: Weg von öffnende Schnittstellen, das System soll geschlossen werden. Fail!Es ist an der Zeit über die Zeit nach Android nachzudenken. Ich war schon damals etwas enttäuscht, dass es Meego nicht geschafft hat als freies, mobiles System Fuß zu fassen. Um so mehr hoffe ich nun auf Ubuntu. Auch wenn Canonical von vielen derzeit angegangen wird, dass es angeblich vom Freiheitsgedanken abrücke, glaube ich nicht, dass es sich derart verändern wird, wie es für von Beginn an marktwirtschaftlich orientierte Unternehmen selbstverständlich ist. Der Weg den Canonical geht ist ein anderer. Man versucht, neben dem offenen System eine gewinnbringende Sparte zu eröffnen um das freie Betriebssystem weiterhin und langfristig tragen zu können. Was ist schlecht daran? Zumindest, was ist schlecht daran, solange wir nur einmal gezwungen sind unter diesem völlig falschen Wirtschaftssystem des Kapitalismus zu leben?
  • FIMBR: Google is evil
  • 7,5 Mio. Flies – und die Machtverhältnisse zwischen den Social Networks.
  • FAZ mahnt Blogger ab
  • Don’t Learn How To Code, Learn How To Make Things

Gelauscht:

Kann man ja auch mal wieder loggen, wo ich gerade dabei bin. In der Zwischenzeit natürlich, ungeloggt: VIELES!

Gesehen:

12. März 2013

Gelesen:

10.-11. März 2013

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9. März 2013

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8. März 2013

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2. März 2013

Gelesen:

1. März 2013

Gelesen:

  • Tikkachu: Danke für Euer Vertrauen
  • Blaetter: Die getriebene Politik Hypes und Erregungswellen. Ohne mich.
  • Erbloggtes: Wissenschaftssoziologie im Internet: Bloggen und Kommentieren Warum werden Wissenschaftsblogs so wenig kommentiert. Gut ist es ja schonmal, dass es mittlerweile doch immer mehr bloggende Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum gibt.
    Interessante Überlegungen dazu weshalb die Blogeinträge so wenig kommentiert werden. Ich denke, vor allem der Punkt, dass man nur kommentieren will, worin man selbst vorweisbare Expertise besitzt bzw. nicht im Expertenbereich von anderen herumwühlen will, ist bemerkenswert. Das passt auch sehr zum kürzlich erneut diskutierte deutsche Verhältnis zum Doktortitel. Denn auch daran drückt sich eine hierarchische Überhöhung der Wissenschaft und der akademischen Grade aus. Völlig zu Unrecht.
    In meinen eigenen Fachdisziplinen, wie auch in verschiedenen anderen Bereichen, die ich im Studium, wie in anschließender wissenschaftlicher Tätigkeit und privater Beschäftigung mit wissenschaftlicher Fachliteratur, gestreift habe, konnte ich mich vielfach vom geringen Gehalt eines großen Teils der Publikationen überzeugen. Eine Überhöhung der Wissenschaft ist also schon allein daher nicht angebracht. Und auch sonst: Akademiker, Wissenschaftler ist eine Berufsgruppe wie andere auch. Diese sollte weder im Elfenbeinturm noch in einer der Restgesellschaft hierarchisch höheren Position agieren. Ein offenerer Umgang mit den eigenen und auch fachfremden Arbeiten ist wünschenswert. Ich glaube, eine Tendenz in diese Richtung besteht. In anglizistischen Ländern ist es schon viel weiter, aber auch hierzulande öffnen sich junge Wissenschaftler zunehmend. Auch wenn die Stuktur der akademischen Welt dem noch im Weg steht. Nicht zuletzt OpenAccess wird dieser bestehenden Struktur entgegenwirken. Auch deshalb ist es die anzustrebende Publikationsform der Zukunft.

    Es ist zu wünschen, dass die Scheu vor der Diskussion, des Kommentierens, auch fachfremder Beiträge, abnimmt, dass auch steile Thesen und Ausflüge in unbekanntere Gewässer nicht zu einem Reputationsverlust führen, sondern das Ansehen eher vergrößern. Denn wenig ist wichtiger als Experten, die nicht mit Scheuklappen stur ihrem eigenen Dogma folgen sondern weit über den Tellerrand hinaus in alle Bereiche der wissenschaftlichen, wie auch gesellschaftlichen Debatte schauen. Diese Sichtweise auf Wissenschaft ist einer der großen Vorteile, die als Geograph völlig natürlich ist. Wobei diese Sichtweise vielleicht schon zuvor der Grund war, weshalb ich mich überhaupt auf die Geographie – und dann sogar auch noch die Ethnologie – eingelassen habe.